Projektfinanzierung – welche Unterlagen Sie uns einreichen sollten
Um uns ein Projekt zur Prüfung vorzulegen, stellen Sie bitte sicher, dass Sie den vollständigen Satz der erforderlichen Unterlagen (nachstehend im Einzelnen aufgeführt) einreichen.
Unvollständige Einreichungen können nicht bearbeitet werden.
Bereitschaftsprüfung
Die Analyse und Überprüfung eines Investitionsprojekts erfordert einen umfassenden Ansatz, der verschiedene Aspekte des Projekts, seine Machbarkeit, den Geschäftsplan und das Managementteam berücksichtigt. Nachfolgend finden Sie eine detaillierte Liste der Anforderungen [d. h. projektbezogene Unterlagen, Sicherheiten sowie finanzielle Leistungsfähigkeit und Verpflichtung des Antragstellers], die uns zur Durchführung einer gründlichen Analyse übermittelt werden sollten.
Reichen Sie ein Finanzierungsprojekt zur strukturierten Aufnahme und zur unabhängigen Prüfung der Finanzierungsreife anhand des Dokumentationsstandards der Bank ein.
- Laden Sie Ihr Projektdossier hoch, entrichten Sie die Prüfungsgebühr von EUR 500 und erhalten Sie einen schriftlichen Bereitschaftsbericht, der die Vollständigkeit und Finanzierbarkeit Ihrer Einreichung beurteilt.
- Eine Einreichung bezieht sich auf ein Projekt.
- Die Prüfungsgebühr ist pauschal und nicht erstattungsfähig; sie stellt weder ein Finanzierungsangebot noch eine Zusage oder eine Genehmigung jeglicher Art dar.
Projektbezogene Dokumentation
A. Projektübersicht
- Projektbeschreibung: Was ist die Kernidee bzw. das Kernprodukt?
- Alleinstellungsmerkmal: Wodurch unterscheidet sich das Projekt von Wettbewerbern?
- Marktanalyse: Welches ist der Zielmarkt und wie groß ist er?
- Kundenanalyse: Wer sind die potenziellen Kunden?
- Einsatz von Technologie: Welche Technologie wird eingesetzt, und wie?
- Projektlebenszyklus: Welche Hauptphasen durchläuft das Projekt?
- Geprüfte Jahresabschlüsse: Bei einem etablierten Unternehmen reichen Sie bitte die geprüften Jahresabschlüsse der letzten drei Jahre ein.
B. Geschäftsplan
- Zusammenfassung für die Geschäftsleitung: Stellt sie das Wertversprechen des Projekts klar dar?
- Detaillierter Projektbericht: Ausführliche Beschreibung des Projekts, der Ziele, des Umfangs und der Spezifikationen.
- Ziele und Zielsetzungen: Sind sie spezifisch, messbar, erreichbar, relevant und terminiert (SMART)?
- Produkt- oder Dienstleistungsentwürfe: Detaillierte Spezifikationen und Konzeptionen des Produkts oder der Dienstleistung.
- Berichte zur technologischen Machbarkeit: Analyse der technologischen Anforderungen, Innovationen und Beschränkungen.
- Technologische Integration und Innovation: Wie werden die neuesten Technologien in den Betrieb integriert, um das Kundenerlebnis und die betriebliche Effizienz zu verbessern? Welche innovativen Ansätze werden erwogen, damit das Projekt in einer zunehmend digitalen Welt zukunftsfähig bleibt?
- Marktforschungsberichte: Studien zu Marktgröße, Trends, Kundendemografie und Wettbewerbsanalyse.
- Geschäftliche Tragfähigkeit: Liegt bereits ein MVP (Minimum Viable Product) oder ein Prototyp vor? Welche Marktresonanz oder Ergebnisse hat das Produkt bzw. die Dienstleistung bislang erzielt?
- Marktpotenzial: Wodurch unterscheidet sich Ihr Produkt bzw. Ihre Dienstleistung von bestehenden Wettbewerbern? Gibt es eine klare „Blue-Ocean“-Strategie, die Ihr Projekt abhebt?
- Wirtschaftliche Auswirkungen: Welchen Beitrag hat das Unternehmen zur Wirtschaft geleistet bzw. plant es zu leisten? Verspricht das Geschäftsmodell bestimmte wirtschaftliche Vorteile?
- Validierung durch Kunden und Markt: Wie viele Transaktionen oder Downloads hat Ihre App bzw. Ihr Produkt erzielt? Wie hoch sind die aktuellen Erlöse, und welche Wachstumsprognosen bestehen?
- Kundenreferenzen oder Berichte zu Pilotstudien: Falls das Produkt bzw. die Dienstleistung bereits am Markt getestet wurde.
- Marketingstrategie: Wie plant das Projekt, Kunden zu gewinnen und zu binden? Welche Methoden wurden bei der Marktanalyse angewandt, und wie berücksichtigen sie Trendschwankungen? Wie trägt der Businessplan möglichen Veränderungen des Umfelds Rechnung, etwa Verschiebungen der Kundenpräferenzen oder wirtschaftlichen Abschwüngen?
- Wettbewerbsumfeld und Differenzierungsstrategie: Wer sind die direkten und indirekten Wettbewerber, und welche Strategien bestehen, um einen Wettbewerbsvorteil zu erzielen? Wie wahrt Ihr Plan Ihre Alleinstellungsmerkmale angesichts sich wandelnder Marktdynamiken?
- Betriebsplan: Wie sehen die Logistik und die betrieblichen Abläufe aus?
- Wachstumsstrategie: Wie plant das Projekt zu skalieren? Welche langfristigen Wachstumsziele bestehen, und wie trägt der Plan künftiger Expansion Rechnung? Bestehen Strategien, um sich an veränderte Marktanforderungen und technologische Entwicklungen anzupassen und weiterzuentwickeln?
- Nachhaltigkeit und Skalierbarkeit: Wie sieht die langfristige Vision für das Unternehmen aus? Wie skalierbar ist das Geschäftsmodell in seiner aktuellen Form?
C. Branchenspezifische Unterlagen: Je nach Branche können zusätzliche spezifische Unterlagen erforderlich sein, beispielsweise:
- Gesundheits- und Sicherheitsberichte in der Fertigungs- oder Bauindustrie.
- Daten zu pharmazeutischen oder medizinischen Projekten [Dokumentation zu: Phase 0: Explorative Studien, Phase I: Sicherheit und Dosierung, Phase II: Wirksamkeit und Nebenwirkungen, Phase III: Konfirmatorische Studien, Phase IV: Überwachung nach der Markteinführung, Interventionsstudien, Beobachtungsstudien, Bioäquivalenzstudien, Adaptive Studien, Studien zu Begleitdiagnostika, Kombinationsstudien, Studien zu Real-World-Evidenz (RWE), Erweiterter Zugang oder Compassionate Use]
- Technologie-Validierungsberichte für technologiebasierte Projekte.
- Bergbau: JORC Code, CIM Standards, NI 43-101, SAMREC, SME Guide, SAMVAL, PERC, CRIRSCO, GKZ, UNFC
- Usw.
D. Finanzunterlagen:
- Historische Jahresabschlüsse: Sofern vorhanden, Bilanzen, Gewinn- und Verlustrechnungen sowie Kapitalflussrechnungen früherer Jahre.
- Pro-forma-Finanzaufstellungen: Prognostizierte Finanzaufstellungen für die nächsten 5 bis 10 Jahre.
- Investitionsplan: Detaillierte Aufstellung des erforderlichen Kapitals und seiner Verwendung.
- Dokument zur Finanzierungsstruktur: Detaillierte Erläuterung der Finanzierungsquellen (Eigenkapital, Fremdkapital, Zuschüsse).
- Kosten-Nutzen-Analyse: Vollständige Analyse, die den erwarteten Nutzen im Verhältnis zu den Kosten darstellt.
- Finanzierungsquellen: Welches sind die konkreten Finanzierungsquellen für dieses Projekt, und welche Vorkehrungen bestehen für den Fall, dass die ursprünglichen Kapitalschätzungen nicht ausreichen?
- Finanzprognosen: Detaillierte Aufschlüsselung der Finanzprognosen, einschließlich Ertragsquellen, Betriebskosten und Break-even-Analyse?
E. Finanzielle Machbarkeit
- Kapitalbedarf: Wie viel Kapital wird benötigt, und für welche konkreten Zwecke?
- Ertragsmodell: Was ist die primäre Ertragsquelle?
- Kostenstruktur: Wie hoch sind die fixen und variablen Kosten?
- Break-even-Analyse: Ab welchem Zeitpunkt wird das Projekt profitabel?
- Finanzprognosen: Wie lauten die prognostizierten Gewinn- und Verlustrechnungen, Kapitalflussrechnungen und Bilanzen für die nächsten 5 bis 10 Jahre?
- Investor Relations: Welche Beziehungen und Verpflichtungen bestehen gegenüber den derzeitigen Investoren? Gibt es wesentliche finanzielle Abhängigkeiten oder erwartete Gefälligkeiten?
- Finanzierungsquellen: Welche Finanzierungsquellen bestehen (z. B. Eigenkapital, Fremdkapital)?
- Finanzielle Unabhängigkeit: Wie viel eigenes Kapital haben die Gründer in das Projekt investiert? Welcher Anteil der Finanzierung soll von externen Investoren stammen?
- Mittelverwendung: Wofür sollen die angeforderten Mittel eingesetzt werden? Ist geplant, die Mittel für persönliche Vorteile oder zur Zahlung hoher Gehälter zu verwenden?
F. Fachkompetenz von Management und Team
- Managementhintergrund: Worin besteht Ihr Wettbewerbsvorteil als Gründer? Welchen beruflichen Hintergrund haben die wichtigsten Teammitglieder? Ausführliche Lebensläufe und berufliche Werdegänge der wichtigsten Teammitglieder. Wer gehört dem Managementteam an? Welche Erfahrungen und Hintergründe bringen die Mitglieder mit? Bitte erläutern Sie die bedeutendsten Erfolge, die Sie im Laufe Ihrer beruflichen Laufbahn oder in vergleichbaren Vorhaben erzielt haben. Welche größten Herausforderungen mussten Sie darüber hinaus beruflich wie persönlich bewältigen, und wie haben Sie diese gemeistert?
- Einschlägige Erfahrung: Verfügt das Team über Erfahrung in der Branche und in der Leitung vergleichbarer Projekte? Welche Qualifikationen und bisherigen Erfolge hat das Kernmanagementteam bei der Steuerung Ihrer Projekte vorzuweisen? Inwiefern hat die frühere Erfahrung des Teams es auf die besonderen Herausforderungen dieses Vorhabens vorbereitet? Wie hat die Führung in der Vergangenheit turbulente Situationen bewältigt? Kann sie konkrete Beispiele für erfolgreich gemeisterte Krisen nennen?
- Führungskompetenz: Wie wirksam ist Ihre Führungskompetenz? Wie entwickeln und vermitteln Sie eine Vision für Ihr Team oder Ihre Organisation? Können Sie ein Beispiel nennen, in dem Ihre strategische Planung den Erfolg Ihres Teams wesentlich beeinflusst hat? Mit welchen Strategien bauen Sie ein geschlossenes und motiviertes Team auf und erhalten es? Können Sie einen Fall schildern, in dem Sie einen Konflikt oder eine Herausforderung innerhalb Ihres Teams erfolgreich gelöst haben? Wie gehen Sie in einer Führungsrolle bei Entscheidungen vor? Können Sie eine schwierige Entscheidung beschreiben, die erhebliche Auswirkungen auf Ihre Organisation hatte, und die dahinterstehende Begründung darlegen? Wie entscheiden Sie, was Sie delegieren und an wen? Können Sie ein Beispiel für eine erfolgreiche Delegation nennen, die Ihr Team gestärkt und zu positiven Ergebnissen geführt hat? Welche Methoden setzen Sie ein, um eine wirksame Kommunikation innerhalb Ihres Teams sicherzustellen? Können Sie ein Beispiel dafür geben, wie Sie eine Situation bewältigt haben, in der klare Kommunikation entscheidend war? Wie gehen Sie in Ihrer Führungsrolle mit Veränderungen und Unsicherheiten um? Können Sie eine Situation beschreiben, in der Sie Ihren Führungsstil an neue Herausforderungen anpassen mussten? Wie inspirieren und motivieren Sie Ihr Team, insbesondere in schwierigen Zeiten? Können Sie schildern, wann Ihre Führung die Moral und die Leistung Ihres Teams unmittelbar beeinflusst hat? Wie unterstützen Sie die Kompetenzen Ihrer Teammitglieder und fördern deren Entwicklung? Können Sie einen Fall beschreiben, in dem Sie jemanden begleitet und ihm geholfen haben, seine beruflichen Ziele zu erreichen? Wie nehmen Sie sich selbst und Ihr Team für Ergebnisse in die Verantwortung? Können Sie ein Beispiel dafür geben, wie Sie die Verantwortlichkeit in einem komplexen Projekt oder einer komplexen Situation gesteuert haben? Wie geben und erhalten Sie Feedback? Können Sie eine Situation beschreiben, in der Feedback zu wesentlichen Verbesserungen in Ihrer Führung oder in der Leistung Ihres Teams geführt hat?
- Entscheidungsfähigkeit: Wie gehen Sie typischerweise bei der Problemlösung in einer Situation mit hohem Einsatz vor? Können Sie ein Beispiel für eine komplexe Entscheidung aus jüngerer Zeit nennen und die Schritte beschreiben, die Sie zu ihr geführt haben? Wie bewerten und steuern Sie Risiken bei wichtigen Entscheidungen? Können Sie eine Situation schildern, in der Sie ein erhebliches Risiko eingehen mussten, und wie Sie damit umgegangen sind? Mit welchen Methoden erheben und analysieren Sie Informationen, bevor Sie eine Entscheidung treffen? Stützen Sie sich eher auf Daten und Analysen, oder messen Sie Intuition und Erfahrung höheren Wert bei? Bevorzugen Sie bei einer kritischen Entscheidung, diese eigenständig zu treffen, oder holen Sie die Einschätzung anderer ein? Können Sie ein Beispiel nennen, in dem Zusammenarbeit Ihre Entscheidung maßgeblich beeinflusst hat? Wie gehen Sie mit Unsicherheit und Mehrdeutigkeit im Entscheidungsprozess um? Können Sie ein Beispiel für eine Situation mit ungewissem Ausgang geben und schildern, wie Sie damit umgegangen sind? Wie wägen Sie kurzfristige Gewinne gegen langfristige Ziele ab? Können Sie eine Entscheidung beschreiben, bei der Sie langfristigen Nutzen über unmittelbare Ergebnisse stellen mussten? Wie beurteilen Sie nach einer Entscheidung deren Wirksamkeit? Können Sie einen Fall schildern, in dem Sie eine frühere Entscheidung überprüft haben, und was Sie daraus gelernt haben? Wie passen Sie Ihren Entscheidungsprozess an veränderte Umstände oder neue Informationen an? Können Sie ein Beispiel dafür geben, wie Sie sich schnell neu ausrichten mussten und wie Sie dies bewältigt haben?
- Teamzusammensetzung: Verfügt das Team über alle erforderlichen Kompetenzen und Fachkenntnisse? Angaben zu Qualifikation und Erfahrung der maßgeblichen Teammitglieder.
- Anreizstrukturen: Wie sind die Anreize innerhalb des Unternehmens gestaltet, um Spitzenkräfte zu gewinnen? Welche Form von Beteiligung, Eigenverantwortung und Vergütung wird dem Team geboten?
- Organigramm: Ein Schaubild, das die Organisationsstruktur und die Berichtslinien des Unternehmens darstellt.
- Beirat: Gibt es einen Beirat, und welche Expertise bringen dessen Mitglieder ein?
G. Risikobewertung
- Marktrisiken: Welche möglichen Marktveränderungen könnten das Projekt beeinträchtigen?
- Wettbewerbsrisiken: Wer sind die Wettbewerber und potenzielle neue Marktteilnehmer?
- Operationelle Risiken: Welche Risiken sind mit dem laufenden Betrieb verbunden?
- Finanzielle Risiken: Welchen finanziellen Unwägbarkeiten ist das Projekt ausgesetzt?
- Rechtliche und regulatorische Risiken: Gibt es mögliche rechtliche oder regulatorische Hürden?
- Technologierisiken: Welche Risiken sind mit der eingesetzten Technologie verbunden?
- Risikomanagement und Risikominderungsstrategien: Welche Risiken wurden im Zusammenhang mit diesem Projekt identifiziert, und welche Risikominderungsstrategien sind vorgesehen? Gibt es Notfallpläne für unvorhergesehene Ereignisse, etwa Naturkatastrophen oder wesentliche Veränderungen des politischen und wirtschaftlichen Umfelds?
- Risikobewertungsberichte: Detaillierte Analyse potenzieller Risiken (Marktrisiken, operationelle und finanzielle Risiken usw.) und Strategien zu deren Minderung.
- Versicherungs- und Risikominderungsrichtlinien: Dokumente, die die Risikomanagementrichtlinien und etwaigen Versicherungsschutz darlegen.
H. Compliance
- Einhaltung regulatorischer Vorgaben: Entspricht das Projekt den einschlägigen Gesetzen und Vorschriften?
- Einhaltung von Umwelt- und Regulierungsvorschriften: Wie plant das Projekt, die lokalen Umweltvorschriften und Leitlinien für nachhaltige Entwicklung einzuhalten? Welche Maßnahmen werden ergriffen, um die ökologischen Auswirkungen der Entwicklung zu minimieren?
- Compliance-Bescheinigungen: Dokumente, die die Einhaltung der einschlägigen gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Standards belegen.
I. Rechtliche Aspekte
- Geistiges Eigentum: Sind Patente oder Marken betroffen?
- Dokumentation zu geistigem Eigentum: Patente, Marken, Urheberrechtseintragungen und damit verbundene Rechtsdokumente.
- Verträge und Vereinbarungen: Bestehen wesentliche Verträge oder Vereinbarungen?
- Rechtsform: Welche Rechtsform hat die Gesellschaft (z. B. LLC, Kapitalgesellschaft)?
- Regulatorische und rechtliche Aspekte: Bestehen potenzielle regulatorische Herausforderungen oder rechtliche Hürden für das Unternehmen? Wie plant es, diese zu bewältigen?
- Dokumente zur Corporate Governance: Informationen zur Rechtsstruktur, zu Gesellschaftervereinbarungen, zur Gremienstruktur usw.
- Lizenzen und Genehmigungen: Kopien aller für den Geschäftsbetrieb erforderlichen Lizenzen und Genehmigungen.
J. Ausstiegsstrategie
- Ausstiegsoptionen: Welche Ausstiegsstrategien stehen Investoren potenziell zur Verfügung? Dokumentation der Ausstiegsstrategie: Detaillierte Pläne für mögliche Ausstiegsszenarien für Investoren.
- Nachfolgeplanung: Gibt es einen Plan für den Wechsel in der Unternehmensführung?
- Bewertung beim Exit: Wie wird das Projekt zum Zeitpunkt des Exits bewertet?
K. Sonstiges
- Nachhaltigkeit und CSR: Berücksichtigt das Projekt ökologische und soziale Verantwortung? Richtlinie zur gesellschaftlichen Unternehmensverantwortung (Corporate Social Responsibility, CSR): Unterlagen, die die CSR-Initiativen und -Richtlinien darlegen.
- Einbindung der lokalen Gemeinschaft und gesellschaftliche Verantwortung: Wie plant das Projekt, sich mit der lokalen Gemeinschaft auszutauschen und einen Beitrag für sie zu leisten? Mit welchen Strategien soll die gesellschaftliche Verantwortung wahrgenommen und das sozioökonomische Umfeld der Region gefördert werden?
- Wirkungskennzahlen: Gibt es Kennzahlen zur Messung der Wirkung (soziale, ökologische, finanzielle Kennzahlen sowie Nachhaltigkeitskennzahlen)?
- Wirtschaftliche und gesellschaftliche Wirkung: Welche weitergehenden gesellschaftlichen oder wirtschaftlichen Auswirkungen strebt das Unternehmen an? Inwiefern steht die Mission des Unternehmens im Einklang mit den aktuellen Marktanforderungen und Markttrends?
- Stakeholder-Analyse: Wer sind die wichtigsten Stakeholder, und wie sind sie betroffen? Informationen zu den wichtigsten Stakeholdern und zur Strategie für deren Einbindung.
- Bewertungen durch Dritte: Berichte unabhängiger Berater oder Agenturen zu verschiedenen Aspekten des Projekts.
- Alle weiteren Angaben, die Sie für erforderlich halten
Sicherheiten
Um Ihr eigenes finanzielles Engagement im Projekt besser beurteilen zu können, bitten wir Sie, die Vermögenswerte zu benennen, die Sie als Sicherheit für die Finanzierung anbieten möchten. Banken und Finanzierungsgeber akzeptieren in der Regel verschiedene Vermögensklassen als Sicherheiten, je nach Liquidität, Wertstabilität und Bewertbarkeit. Dazu zählen unter anderem:
- Immobilien: Wohn-, Gewerbe- oder Industrieimmobilien werden aufgrund ihres vergleichsweise stabilen Wertes und ihrer leichten Bewertbarkeit häufig akzeptiert.
- Marktfähige Wertpapiere: Aktien, Anleihen und andere leicht liquidierbare Wertpapiere werden häufig bevorzugt, da sie bei Bedarf rasch in Barmittel umgewandelt werden können.
- Barmittel und Zahlungsmitteläquivalente: Bankeinlagen, Einlagenzertifikate (CDs) und andere liquide Barinstrumente bieten aufgrund ihrer Liquidität und ihres geringeren Risikos ein hohes Maß an Sicherheit.
- Ausrüstung und Maschinen: Für Unternehmen können spezielle Ausrüstungen oder Maschinen herangezogen werden, insbesondere wenn diese Vermögenswerte für den Geschäftsbetrieb unverzichtbar sind und einen erheblichen Wiederverkaufswert besitzen.
- Warenbestand: In manchen Fällen können Unternehmen ihren Warenbestand als Sicherheit einsetzen, insbesondere wenn dieser aus Waren mit stabilem Marktwert besteht.
- Forderungen: Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bzw. offene Rechnungen können als Sicherheit dienen, insbesondere bei forderungsbasierten Finanzierungen (Asset-based Lending), bei denen der durch die Forderungen generierte Cashflow für das Unternehmen von entscheidender Bedeutung ist.
- Geistiges Eigentum: Obwohl Patente, Marken oder Urheberrechte schwieriger zu bewerten und zu verwerten sind, können sie in bestimmten Fällen berücksichtigt werden, insbesondere bei Unternehmen aus dem Technologie- oder Kreativsektor.
- Persönliche Garantien: Obwohl keine physische Sicherheit, kann eine persönliche Garantie der Unternehmenseigner oder wesentlicher Beteiligter mitunter verlangt werden, insbesondere wenn die übrigen Sicherheiten als nicht ausreichend erachtet werden.
Bitte teilen Sie uns mit, welche dieser Vermögenswerte oder welche anderen Sie zur Besicherung der Finanzierung in Betracht ziehen. Dies ermöglicht es uns, unser Vorgehen anzupassen und Konditionen vorzuschlagen, die dem Wert und der Art der gestellten Sicherheit entsprechen.
Nachfolgend wird im Einzelnen erläutert, wie Immobilien, Anlagen und Maschinen, Vorräte sowie geistiges Eigentum durch ein Sachverständigengutachten validiert werden sollten, bevor sie uns zur Prüfung vorgelegt werden:
1. Immobilien:
Bewertungsverfahren:
- Beauftragung eines zugelassenen Gutachters: Die Bank verlangt in der Regel ein professionelles Gutachten eines zugelassenen Immobiliengutachters, der für die Tätigkeit in der jeweiligen Rechtsordnung zertifiziert ist.
- Marktanalyse: Der Gutachter führt eine umfassende Marktanalyse durch und berücksichtigt dabei jüngste Verkäufe vergleichbarer Objekte (sogenannte Vergleichsobjekte oder „Comps“), die Lage, die aktuellen Marktbedingungen sowie den Zustand und das künftige Wertsteigerungspotenzial der Immobilie.
- Physische Besichtigung: Die Immobilie wird gründlich besichtigt, um ihren baulichen Zustand, ihre strukturelle Integrität und mögliche Belastungen (z. B. Fragen der Flächennutzung oder Umweltrisiken) zu beurteilen.
- Abschließendes Bewertungsgutachten: Der Gutachter erstellt einen ausführlichen Bericht, der den geschätzten Marktwert der Immobilie, die zugrunde liegenden Daten sowie eine Erörterung etwaiger bewertungsrelevanter Faktoren enthält. Dieser Bericht dient der Bank zur Ermittlung des Beleihungsauslaufs (Loan-to-Value, LTV).
2. Ausrüstung und Maschinen:
Bewertungsverfahren:
- Beauftragung eines qualifizierten Sachverständigen für Maschinen und Anlagen: In der Regel wird ein zertifizierter Gutachter für Maschinen und Anlagen (CMEA) mit der Bewertung der Ausrüstung beauftragt. Der Gutachter sollte über spezifische Fachkenntnisse in der Art der zu bewertenden Maschinen oder Anlagen verfügen.
- Zustandsbewertung: Der Gutachter prüft die Ausrüstung und bewertet deren Alter, Zustand, Nutzungshistorie und Wartungsunterlagen. Zudem berücksichtigt er die aktuelle Relevanz der Technologie sowie etwaige Anzeichen von Veralterung.
- Marktrecherche: Der Gutachter analysiert den aktuellen Markt für vergleichbare Ausrüstung und berücksichtigt dabei Faktoren wie Nachfrage, technologische Entwicklungen und jüngste Verkäufe vergleichbarer Maschinen.
- Bewertungsbericht: Es wird ein Bericht erstellt, der den Marktwert der Ausrüstung, den geordneten Liquidationswert (bei kurzfristigem Verkauf) und die Wiederbeschaffungskosten ausweist. Dies ermöglicht es der Bank, den Wert der Sicherheit und deren Eignung zur Absicherung des Kredits zu beurteilen.
3. Vorräte:
Bewertungsverfahren:
- Beauftragung eines Bestandsbewertungsspezialisten: Ein Experte für die Bewertung von Warenbeständen, häufig mit Erfahrung in der jeweiligen Branche, wird hinzugezogen, um die Bewertung durchzuführen.
- Bestandsanalyse: Der Gutachter prüft die Bestandsaufzeichnungen, einschließlich Warenarten, Mengen, Umschlagshäufigkeit und saisonaler Schwankungen. Zudem beurteilt er das Alter der Bestände und das Risiko der Veralterung.
- Physische Zählung und Inspektion: Eine physische Zählung kann erforderlich sein, um zu überprüfen, ob die Lagerbestände mit den Aufzeichnungen übereinstimmen. Auch der Zustand der Waren, einschließlich möglicher Beschädigungen oder Verderb, wird beurteilt.
- Marktbewertung: Der Gutachter berücksichtigt den aktuellen Marktwert des Warenbestands und bezieht dabei den potenziellen Wiederverkaufswert, Nachfragetrends sowie die Geschwindigkeit ein, mit der der Bestand im Bedarfsfall liquidiert werden könnte.
- Abschließender Bewertungsbericht: Es wird ein ausführlicher Bericht erstellt, der den Marktwert des Warenbestands ausweist und Einblicke in die Liquidität sowie in die potenziellen Risiken des Warenbestands als Sicherheit gibt.
4. Geistiges Eigentum (IPr):
Bewertungsverfahren:
- Auswahl eines Bewertungsexperten für geistiges Eigentum: Die Bewertung von geistigem Eigentum ist komplex und erfordert einen Spezialisten mit Expertise in der jeweiligen Art von Schutzrechten, etwa Patenten, Marken oder Urheberrechten.
- Prüfung des Rechtsstatus: Der Gutachter prüft zunächst den Rechtsstatus des IPr und stellt sicher, dass es ordnungsgemäß eingetragen und geschützt sowie frei von Rechtsstreitigkeiten oder Belastungen ist.
- Ertragsbasierte Bewertung: Die gebräuchlichste Methode bewertet die Erträge, die das geistige Eigentum erwirtschaftet oder voraussichtlich erwirtschaften wird, unter Berücksichtigung von Lizenzvereinbarungen, Lizenzgebührenströmen und dem kommerziellen Erfolg der darauf beruhenden Produkte oder Dienstleistungen.
- Markt- und Kostenansatz: Der Gutachter kann zudem den Marktansatz heranziehen, bei dem das geistige Eigentum mit vergleichbaren, verkauften oder lizenzierten Rechten verglichen wird, sowie den Kostenansatz, der die Kosten für die Schaffung oder den Ersatz des geistigen Eigentums bewertet.
- Vollständiger Bewertungsbericht: Der Bericht enthält einen geschätzten Wert des IPr unter Berücksichtigung verschiedener Bewertungsmethoden, Risikobeurteilungen und des Potenzials für künftige Ertragserzielung. Die Bank nutzt diese Informationen, um die Werthaltigkeit des IPr als Sicherheit zu beurteilen.
- Branchenspezifische Unterlagen
Je nach Branche können zusätzliche spezifische Unterlagen erforderlich sein, wie etwa:
1. Arbeitsschutzberichte in der verarbeitenden Industrie oder im Baugewerbe.
2. Daten klinischer Studien bei pharmazeutischen oder medizinischen Projekten.
3. Technologievalidierungsberichte bei technologiebasierten Projekten.
4. Bergbau: JORC Code und CIM Standards, NI 43-101, SAMREC, SME Guide, SAMVAL - Technologische Integration und Innovation: Wie werden die neuesten Technologien in den Betrieb integriert, um das Kundenerlebnis und die betriebliche Effizienz zu verbessern? Welche innovativen Ansätze werden erwogen, damit das Projekt in einer zunehmend digitalen Welt zeitgemäß bleibt?
Sofern Sie noch nicht unser Kunde sind, benötigen wir zusätzlich
Finanzielle Leistungsfähigkeit und Verpflichtung des Antragstellers
Um Ihren Antrag auf Projektfinanzierung umfassend zu beurteilen, benötigen wir detaillierte Angaben zu Ihrer persönlichen finanziellen Leistungsfähigkeit und zum Umfang Ihres finanziellen Engagements im Projekt. Dies hilft uns, Ihr Maß an Beteiligung und die wirtschaftliche Tragfähigkeit des Projekts auf Ihrer Seite einzuschätzen. Bitte legen Sie Folgendes vor:
- Persönliche Vermögensübersichten:
- Ausführliche persönliche Vermögensaufstellungen der letzten drei Jahre, einschließlich einer Aufgliederung von Aktiva, Passiva, Einkünften und Ausgaben.
2. Persönliche Investition in das Projekt:
- Anlagebetrag: Geben Sie den Gesamtbetrag Ihrer eigenen Mittel an, den Sie in das Projekt einbringen.
- Anteil an der Gesamtfinanzierung: Geben Sie an, welchen Anteil an der gesamten Projektfinanzierung Ihre persönliche Investition ausmacht.
- Investitionszeitplan: Beschreiben Sie, wann und wie diese Mittel in das Projekt eingebracht werden.
3. Herkunft der persönlichen Mittel:
- Herkunft der Mittel: Legen Sie die Quellen Ihrer Anlagemittel dar (z. B. persönliche Ersparnisse, Veräußerung von Vermögenswerten, Dividenden).
- Nachweisdokumente: Legen Sie unterstützende Unterlagen vor, etwa Kontoauszüge, Kaufverträge oder sonstige einschlägige Finanzunterlagen.
4. Finanzierungszusage:
- Eine unterzeichnete Erklärung, in der Sie sich zur Investition eigener Mittel in das Projekt verpflichten, einschließlich aller mit Ihrer Investition verbundenen Bedingungen oder Vorgaben.
5. Beurteilung der finanziellen Leistungsfähigkeit:
- Vermögensaufstellung: Eine vollständige Aufstellung Ihres Nettovermögens.
- Liquiditätsanalyse: Beurteilung Ihrer liquiden Vermögenswerte, die für das Projekt ohne Weiteres eingesetzt werden können.
- Sonstige finanzielle Verpflichtungen: Legen Sie bestehende finanzielle Verpflichtungen offen, die Ihre Fähigkeit zur Finanzierung des Projekts beeinträchtigen können (z. B. Darlehen, Garantien).
6. Kreditauskünfte:
- Persönlicher Kreditbericht: Aktuelle Kreditberichte anerkannter Kreditauskunfteien zur Beurteilung Ihrer Bonität.
- Erläuterung zur Bonitätsbewertung: Falls negative Einträge vorliegen, übermitteln Sie bitte Erläuterungen und gegebenenfalls ergriffene Abhilfemaßnahmen.
7. Sicherheiten und Garantien:
- Persönliche Garantien: Sind Sie bereit, für die Finanzierung eine persönliche Garantie zu stellen?
- Zusätzliche Sicherheiten: Geben Sie die persönlichen Vermögenswerte an, die Sie als zusätzliche Sicherheit zu stellen bereit sind.
8. Eigenkapitalbeteiligung und Eigentümerstruktur:
- Eigenkapitalbeitrag: Geben Sie Ihre Eigenkapitalbeteiligung am Projekt im Verhältnis zu Ihrem finanziellen Beitrag an.
- Eigentümerangaben: Darstellung der Eigentümer- und Beteiligungsstruktur nach der Investition.
9. Bisherige Anlageerfahrung:
- Zuvor finanzierte Projekte: Angaben zu früheren Projekten, die Sie persönlich finanziert haben.
- Erzielte Ergebnisse: Beschreiben Sie den Erfolg, die Herausforderungen und die Erkenntnisse aus diesen Investitionen.
10. Notfallfinanzierungspläne:
- Alternative Finanzpläne: Beschreiben Sie etwaige Notfallpläne oder zusätzliche Ressourcen, die zur Verfügung stehen, falls weitere Mittel erforderlich werden.
- Zusätzliche Finanzierungsquellen: Möglichkeit, bei Bedarf zusätzliche Mittel von Partnern, Investoren oder Finanzinstituten zu beschaffen.
11. Risikoexposition:
- Beurteilung des persönlichen finanziellen Risikos: Bewerten Sie das Maß an finanziellem Risiko, das Sie mit dieser Anlage eingehen.
- Strategien zur Risikominderung: Beschreiben Sie, wie Sie die mit dem Projekt verbundenen persönlichen finanziellen Risiken steuern und mindern wollen.
12. Solvenzerklärung:
- Eine förmliche Erklärung, dass Sie zahlungsfähig sind und keinen Insolvenzantrag gestellt haben und nicht an einem Insolvenzverfahren beteiligt sind.
Mit diesen Angaben helfen Sie uns, Ihr finanzielles Engagement und Ihre eigene Fähigkeit zur Unterstützung Ihres Projekts besser einzuschätzen. Dies stärkt nicht nur Ihren Antrag, sondern ermöglicht es uns auch, unsere Finanzierungslösungen optimal auf Ihre Bedürfnisse zuzuschneiden.
Bitte stellen Sie sicher, dass alle gemachten Angaben zutreffend und durch entsprechende Unterlagen belegt sind. Dies beschleunigt die Prüfung und ermöglicht eine effizientere Bearbeitung Ihres Antrags.



